Stiftung Kath. Familien- und AltenpflegewerkDie Mitterfelder – immer mit dabei70 Jahre Stiftung · 5 Jahre Die Mitterfelder

ZukunftAltern · Jubiläumssymposium · 6. November 2026

Wofür und wie wir KI eingesetzt haben

Beim Symposium am 6. November 2026 hat uns Künstliche Intelligenz (KI) an drei Stellen geholfen. Sie hat Ideen sichtbar gemacht und uns Arbeit abgenommen. Die Wünsche und Beiträge kamen von Ihnen.

Wofür wir KI genutzt haben

Erklär-Grafik. KI als Miterstellerin. Quartier 2040: Ihr Wunsch wird ein Bild. 1 Wunsch sagen: Der Gast sagt seinen Wunsch für ein selbstbestimmtes Leben. Der Gastgeber tippt mit. 2 Die KI denkt mit: Sie sucht den Kern des Wunsches und prüft, was für ein gutes Bild noch fehlt. 3 Eine Frage oder drei Szenen: Fehlt ein Stück, stellt die KI eine kurze Frage. Sonst schlägt sie drei Szenen vor: nah dran, weitergedacht, ganz anders gedacht. Der Gast wählt oder sagt etwas Eigenes. 4 Malen und mitmalen: Die KI führt Bildregie: Sie schreibt eine stimmige Szene, eine Bild-KI malt sie, für alle sichtbar am Bildschirm. Der Gast sagt, was noch hinein soll. Nur das ändert sich. 5 Galerie und Website: Alle Bilder werden zur Galerie, für Präsentation und Ergebnis-Website. Das läuft im Hintergrund. Schnell: In den Proben knapp anderthalb Minuten reine Rechenzeit vom Wunsch bis zum ersten Bild. Jedes Weitermalen: unter einer Minute. Nur Beschreibung: An die Bild-KI geht nur eine Bildbeschreibung, ohne Namen, Zitate, Fotos oder Angaben zur Gesundheit. Immer begleitet: Der Gastgeber sieht mit und kann jederzeit eingreifen. KI-Bilder sind gekennzeichnet.
Erklär-Grafik, mit KI erstellt (NotebookLM) · zum Vergrößern antippen

Am Zukunftstisch: Ihr Wunsch wird ein Bild.

Hier fragten wir: Was wünschen Sie sich für ein selbstbestimmtes Leben in der Zukunft oder im Alter – und wie kann Technik dabei helfen? Jeder Wunsch war erlaubt, auch ohne Technik. Ein KI-Programm, das mit Texten arbeitet (Claude von Anthropic), hat still herausgehört, was Ihr Wunsch im Kern ist. Fehlte noch etwas, etwa mit wem, kam eine kurze Frage mit drei Antworten. Sonst schlug die KI drei Szenen für 2040 zur Wahl vor: nah dran, weitergedacht, ganz anders gedacht. War schon alles gesagt, ging es gleich zum Bild. Eine Bild-KI (Gemini von Google) malte dann Claudes Bildbeschreibung in gut zehn Sekunden. Danach fragte die KI nur noch: „Noch etwas – oder ist es so Ihr Bild?“ Änderungen wurden nachgemalt. Gemessen in unseren Proben brauchten die beiden KIs vom Wunsch bis zum ersten Bild zusammen knapp anderthalb Minuten Rechenzeit, jedes Weitermalen weniger als eine Minute. So entstanden aus elf Wünschen zehn Bilder am Tisch.

Erklär-Grafik. KI als Begleitung. Thementische: KI macht's einfach. 1 Gäste diskutieren: Zwei Gesprächsrunden je Tisch. Eine Miro-Assistenz hält die Beiträge als Zettel auf einem gemeinsamen digitalen Board fest. 2 KI liest das Board: Acht KI-Helfer lesen gleichzeitig, je einer pro Tisch. Sie lesen nur und ändern nichts. 3 KI ordnet und verdichtet: Sie ordnet die Zettel nach Bereichen, Perspektiven und Provokationen getrennt, und zählt die Klebepunkte. Je Tisch schreibt sie eine Kernbotschaft. 4 Ein Mensch prüft: Ein Prüfprogramm vergleicht jedes Zitat mit dem Board. Ein Mensch sieht alles an und gibt frei. 5 Ergebnisse: Je Tisch Infografiken und ein Bild des Boards, Präsentation und Ergebnis-Website. 6 Später mitmachen: Auf der Ergebnis-Website eigene Ideen zu jedem Tisch schreiben. Das läuft im Hintergrund. Wörtlich: Die Zettel der Gäste stehen wörtlich in den Grafiken, ohne Namen. Geprüft: In der Probe stimmten alle 522 Zettel. Stimmt ein Zitat nicht, entsteht keine Grafik. Klebepunkte: Eine Rangfolge kommt nur aus den Klebepunkten der Gäste. Schnell: In der Probe rund 7 Minuten reine Laufzeit vom Board bis zur Website, dazu die Prüfung durch einen Menschen.
Erklär-Grafik, mit KI erstellt (NotebookLM) · zum Vergrößern antippen

An den Thementischen: Ergebnisse noch am selben Tag.

Ihre Beiträge wurden auf einer digitalen Pinnwand (Miro) festgehalten. Die KI hat diese Pinnwand gelesen, ein Programm hat daraus Übersichtsgrafiken gebaut. Was dort von Ihren Zetteln steht, ist wörtlich übernommen, ohne Namen. Eigene Sätze schreibt die KI nur wenige: eine Kernbotschaft je Tisch, je einen Satz, der eine Gruppe von Zetteln zusammenfasst, in der Ergebnisverdichtung je Kasten einen kurzen Satz und kurze Erläuterungen. Jeder dieser Sätze stützt sich auf Ihre Zettel, die daneben wörtlich stehen. In den Grafiken sind Ihre Worte fett gesetzt, KI-Text normal und braun. Welche Ideen die Gruppe ausgewählt hat, steht so in den Grafiken. Eine eigene Rangfolge stellt die KI nie auf. Die Ergebnisse finden Sie unter https://zukunft-altern.org.

Beim Feedback: Ihre Rückmeldung zum Tag.

In einem kurzen Formular konnten Sie den Tag mit 1 bis 5 bewerten und aufschreiben, was Ihnen gefallen hat und was wir beim nächsten Mal anders machen sollten. Namen fragt das Formular nicht ab. Die KI hat die Antworten zusammengefasst und dabei Namen sowie Angaben zu Gesundheit, Ort und Kontakt weggelassen. Die Zusammenfassung stand am Ende der Präsentation, mit der Zahl der Rückmeldungen und der durchschnittlichen Bewertung. Einzelne Antworten veröffentlichen wir nicht.

Was immer Menschen machen

  • Das Gespräch. Am Zukunftstisch hat ein Mensch zugehört, nachgefragt und Ihre Worte so genau wie möglich mitgeschrieben, ohne sie schöner zu machen. Seine Regel: keine Namen, Straßen und Diagnosen. Er konnte jederzeit eingreifen und die Bildbeschreibung von Hand ändern.
  • Die Prüfung. KI macht Fehler. In unseren Proben malte die Bild-KI manchmal Schrift ins Bild, obwohl das verboten war. Darum sah am Tisch ein Mensch die Bilder mit an, vor der Auswertung prüfte die KI jedes noch einmal. Programme prüfen zusätzlich, ob jedes Zitat wörtlich stimmt. Stimmt eines nicht, entsteht keine Grafik, bis der Fehler behoben ist.
  • Der Blick aufs Ergebnis. Nach dem Vormittag lief die Auswertung nach vorsichtigen Regeln: Unklare Antworten aus dem Feedback-Formular hielt die KI zurück, sie blieben draußen. Ein Bild mit Mangel wurde einmal nachgemalt, sonst durch eine Zeichnung ersetzt. Ein Mensch sah sich das Ergebnis in der Präsentation an und konnte jederzeit eingreifen.

Am Zukunftstisch galt: Die KI bewertete keine Wünsche, stellte keine Rangfolge auf und ließ keinen fallen. Ein kleiner Alltagswunsch zählte so viel wie ein großer Traum. Wer mehrere Wünsche hatte, musste nicht wählen. Was Sie genannt haben, gehörte in die Mitte des Bildes, auch ein Hilfsmittel. Was die KI dazu erfand, könnte es bis 2040 geben. Technik nimmt Last ab, nie die Freude, und ersetzt keinen Menschen, den Sie sich wünschen. Wer keine Technik wollte, sah die Zukunft im Ort und in dem, was Menschen tun. Die Menschen im Bild sind gemischt wie in einem Münchner Wohnviertel, Ältere aktiv und selbstbestimmt. KI-Texte und KI-Bilder sind als solche gekennzeichnet.

Ein Beispiel vom Zukunftstisch

Erfundenes Beispiel aus unserer Vorbereitung

  1. Der Wunsch: „Ich hätt gern einen Gemüsegarten oben auf dem Dach, wo ich selber ernten kann.“
  2. Die KI hört still heraus: Der Kern ist klar – selber ernten, oben auf dem Dach. Offen ist nur, ob die Besucherin dort allein ist oder mit anderen.
  3. Eine kurze Rückfrage: „Wer ist beim Ernten dabei? a) Sie allein in der Morgensonne · b) Nachbarinnen aus dem Haus · c) Kinder aus dem Haus, die mitgießen“
  4. Die Antwort: „b – und hinterher essen wir zusammen.“
  5. Das Bild: Jetzt ist alles gesagt, also malt die KI gleich. Ein Dachgarten am späten Nachmittag. Vorn pflückt eine ältere Frau Bohnen, zwei Nachbarinnen ernten mit ihr. Daneben fährt ein kleiner Roboter die vollen Körbe zu einem langen Tisch, den Nachbarn gerade decken.
  6. Weitermalen: „Und Tomaten, ganz viele rote.“ Die Bild-KI soll nur die Tomaten dazumalen, sonst nichts ändern.
  7. Der Bildtext: Titel „Selber ernten auf dem Dach“, darunter: „Worum es geht: Ernten mit den Nachbarinnen – ein kleiner Roboter trägt die vollen Körbe“.

Gelernt haben wir: In unseren Proben (eine zweite KI spielte die Gäste) lief es besser, wenn die KI nur fragte, was fehlte. Und was ein Gast nennt, gehört in die Mitte. Anfangs rückte ein gewünschtes Gerät manchmal an den Rand. Das haben wir geändert.

Verantwortungsvoll mit KI

Am Zukunftstisch hat niemand nach Namen, Alter oder Gesundheit gefragt. Wer von Beschwerden erzählte, durfte das. Daraus wurde ein Wunsch für ein gutes Leben. Unsere Regeln: Krankheiten kommen nicht auf den Bildschirm, ins Bild oder in ein Zitat. An die Bild-KI geht nur eine Bildbeschreibung mit erfundenen Figuren, ohne etwas, das Sie erkennbar macht: keine Namen, Zitate, Fotos, Ortsnamen, kein Aussehen. Über Sie steht darin nur, ob Frau oder Mann, und ungefähr wie alt. Beim Weitermalen geht das bisherige KI-Bild mit. Ein Programm stoppt vor dem Senden jeden Text mit Zahlen, Anführungszeichen oder Ortsnamen aus einer festen Liste. Rutschte doch etwas durch, wurde es am Tisch sofort ersetzt und vor der Auswertung noch einmal geprüft. Claude läuft bei Anthropic in den USA, Gemini bei Google. Zu Anthropic gingen alle Texte und Bilder für Claude, auch die Antworten aus dem Feedback-Formular, bevor Namen entfernt wurden. Mit unseren Daten trainieren beide nicht. Google hebt Anfragen nur begrenzt zur Missbrauchskontrolle auf.

Probieren Sie es selbst

Malen Sie Ihr eigenes „Quartier 2040“.

So geht's: Kopieren Sie den Text unten in einen KI-Chat Ihrer Wahl, also ein Programm, mit dem man sich schriftlich unterhält, und schicken Sie ihn ab. Die KI führt Sie mit wenigen Fragen. Meist genügt ein Buchstabe, eine Zahl oder ein kurzer Satz. Ein gemaltes Bild gibt es nur, wenn Ihr KI-Chat Bilder erstellen kann, sonst ein Bild in Worten.

Bitte geben Sie auch hier keine Namen, Adressen oder Gesundheitsangaben ein und laden Sie keine Fotos hoch.

Text zum Kopieren

Du bist mein Zukunfts-Zeichner. Wir malen zusammen ein Bild vom Leben im Jahr 2040: warm, freundlich, nie bedrohlich. Sprich mich mit „Sie“ an, kurz und einfach. Warte nach jeder Frage auf meine Antwort.

Schritt 1: Frag: „Was wünschen Sie sich für ein selbstbestimmtes Leben in der Zukunft oder im Alter – und wie kann Technik dabei helfen? Klein oder groß, mit oder ohne Technik, alles zählt.“

Schritt 2: Prüf still den Kern: was ich tue, mit wem, wo und wofür. Was ich nenne, bleibt in der Mitte; was ich ablehne, kommt nicht vor. Klage ich über etwas, gib keinen Rat, frag nicht nach und zeig, was ich gern täte, wenn es mich nicht mehr plagt. Fehlt etwas Wichtiges, stell eine kurze Frage mit a, b, c. Weißt du danach, was ich tue, mit wem und wo, oder habe ich das Bild schon im Kopf, geh zu Schritt 3. Sonst schlag drei Szenen vor, je ein Satz: 1 nah an meinen Worten, 2 reicher ausgemalt, 3 überraschend anders gedeutet. Frag: „Welches Bild nehmen wir – und was darf darauf nicht fehlen?“ Bei „weiß nicht“ nimm Szene 2. Mehr fragst du nicht.

Schritt 3: Beschreib die Szene in zwei Sätzen: Ort und Tageszeit, vorn groß mein Wunsch und mein Tun, daneben, was es möglich macht. Was du dazuerfindest, könnte es 2040 geben: kein Zauber am Himmel, keine Wunderheilung. Technik nimmt Last ab, nie die Freude, und ersetzt keinen Menschen, den ich mir wünsche. Gib dem Bild einen kurzen Titel.

Schritt 4: Mach ohne Pause weiter. Kannst du Bilder erstellen, erstelle das Bild: warme, freundliche Illustration im Querformat, Menschen gemischt wie in einem echten Wohnviertel, Ältere aktiv und selbstbestimmt, alle Figuren erfunden. Keine Schrift, keine Zahlen, keine Logos. Sonst bleibt es beim Bild in Worten. Frag danach nur: „Noch etwas – oder ist es so Ihr Bild?“ Ändere nur das Genannte.

Bewerte und lobe meine Wünsche nicht, erfinde keine Fakten, frag nie nach Namen, Alter, Aussehen, Adresse oder Gesundheit und lass Persönliches aus dem Bild. Fang jetzt mit Schritt 1 an.

‹ Zurück zu den Ergebnissen

Datenschutz

Beiträge von Gästen zeigen wir ohne Namen. Mehr in der Datenschutzerklärung der Stiftung auf zukunft-altern.de.